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Abschnitt: Tagebuch

7. DEZEMBER

Wo sind nur die letzten vier Monate hin? Ich habe das Gefühl, die „Heiligtümer“ wurden veröffentlicht, und dann bin ich durch ein seltsames Zeitportal gerutscht, wo alles in doppelter Geschwindigkeit ablief. Anfang Dezember wurde ich wieder ausgespuckt.

Man fragt mich dauernd: „Jetzt, wo Sie fertig sind, ist alles bestimmt viel ruhiger geworden?“ – Meist habe ich dafür nur ein müdes Lächeln übrig. Seit Juli habe ich unglaublich viel zu tun gehabt. Da war die USA-/Kanada-Tour, Beedle der Barde, verschiedene Verpflichtungen für wohltätige Zwecke, ein riesiger Berg von Korrespondenz im Anschluss an die Veröffentlichung und dann noch diese drei Kinder, die ich unbedingt in die Welt setzen musste. Das Resultat: eine vernachlässigte Website! Heute will ich aber endlich die Neuigkeiten (wo ihr sehen werdet, dass ich auch noch mit einem Dokumentarfilm zugange war), die häufig gestellten Fragen und die Extras ein wenig aktualisieren. Im Lauf der Zeit werde ich noch weitere Häppchen hinzufügen.

Die USA-/Kanada-Tour war die beste aller Zeiten. Falls dies jemand liest, der bei einer der Veranstaltungen im Publikum war: danke! Denn wirklich zum Ereignis wurden sie erst durch die geistreichen Fragen und die unglaublich warme Ausstrahlung der Anwesenden.

Jetzt blicke ich noch einmal weiter zurück auf die „Vier verlorenen Monate“: die Launchparty der „Heiligtümer“ im Natural History Museum in London war meiner Meinung nach die schönste von allen. Und all jenen, die so lange und geduldig Schlange gestanden haben, möchte ich sagen: ihr wart einfach unglaublich, und ich habe mich gefreut, jedem einzelnen von euch zu begegnen.

Die „Heiligtümer des Todes“ sind immer noch mein Lieblingsbuch aus der Serie. Selbst wenn ihr das anders seht, hoffe ich, dass ihr zumindest versteht, dass die Geschichte schon immer auf so einen Ausgang hinauslief. Dieses Ende hatte ich bereits siebzehn Jahre lang geplant, und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie befriedigend ich es finde, dass meine Leser endlich daran teilhaben können.

Zum Thema Trauer um Harry – wahrscheinlich nimmt mir das jetzt keiner ab, aber niemand hat das Ende als so schweren Schlag empfunden wie ich. Das Schreiben der Harry-Potter-Bücher war mit meinem Leben siebzehn Jahre lang untrennbar verbunden. Der Abschied war tatsächlich so schwer, wie ich es immer befürchtet hatte. Deshalb möchte ich mich herzlichst bei allen bedanken, die mir seit der Veröffentlichung geschrieben und so wunderbare Dinge darüber gesagt haben, was die Bücher für sie bedeuten. Ihre Worte haben mir in dieser bittersüßen Zeit unglaublich geholfen.


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